Wort-Bild-Marke hellermeier Emmenbrücke

2011 – Fachartikel

Dem Kreativkonzept auf der Spur

«Wie gelingt es uns, Ihre Welt zu verstehen? Eine Anleitung zur finalen Glückseligkeit im gemeinsamen Projekt.»

Mit detailliert ausgearbeiteten Konzepten zu arbeiten, erleichtert die Arbeit. Im ide­alen Fall. Doch ist auch das Gegenteil möglich. Denn Wörter sind in ihrer Be­deutung selten präzis. Zu stark hängt ihre Definition im Detail von der Person ab, die sich ihrer bedient. Was verstehen Sie zum Beispiel unter «modernem» Design? Wir suchen vielleicht nach etwas, was noch nie da war, während Sie an die Optik der Firma Apple denken.

Für ein anderes Unternehmen ist be­sonders wichtig, die Flexibilität darzustel­len, die Teil seines Markenkerns ist. Doch es gibt zahllose Varianten, dieser Beweg­lichkeit Gestalt zu verleihen. Auch hinter Begriffen wie «leichtem», «vertrauensbil­ dendem» oder sogar «zeitlosem» Design erstreckt sich ein Meer voller Gestal­tungsoptionen. Wer «frische Farben» wünscht, denkt zum Beispiel pink. Für uns als Gestalter hingegen ist «frisch» vor allem eine Frage der Kombination.

Keine Chance für Missverständnisse

Sie sehen, worauf das hinausläuft. Ver­meintlich klare Beschreibungen aus Kon­zepten und Briefings haben eben das Po­tenzial, Missverständnisse zu erzeugen. Sie fragen: «Wie ausführlich und detail­liert muss mein Briefing sein, damit hel­lermeier gestalten kann?» Unsere Ant­wort: «Ein kurzes, bündiges Konzept ist meist gut investierte Zeit. Doch sollten Sie kein solches haben, bringt uns ein Ge­spräch mit Ihnen rasch auf die Spur.»

Bei vielen unserer Aufträge liegt uns bei Arbeitsbeginn kein Briefing vor. Das kann uns nicht beunruhigen, denn wir wissen: Sogar wenn Sie keine Strategie auf Papier haben, verfolgen Sie eine Stra­tegie. Alles Wissenswerte dazu lebt in Ihrem Kopf und in Ihrem Herzen. Wir be­trachten es als zentrale Aufgabe, jene Elemente davon zu erfragen, die dem ge­meinsamen Projekt zum Erfolg verhelfen. Zur Illustration des Gesagten denken wir an dieser Stelle an einen Auftrag, der die Neugestaltung (Redesign) des Gesamtauf­tritts umfasst.

 

Folgende Fragestellungen können zum Ziel führen:

Wie sind Sie bis jetzt aufgetreten?

Sie zeigen uns, mit welchen Designs und Kommunikationsmitteln Sie bis anhin ge­ arbeitet haben.

Wo drückt der Schuh?

Sie erzählen, inwiefern der neue Auftritt anders und besser werden soll.

Wen sprechen Sie an?

Sie berichten von den Interessen und Wünschen Ihrer Kunden.

Was ist Ihnen wichtig?

Sie präsentieren Ihre Kultur, Ihre Wertvor­stellungen, Ziele und die Kompetenzen, auf die Sie stolz sind.

Welche Wirkung erhoffen Sie sich vom neuen Design?

Sie sagen uns, welche Dienste Ihnen die neue Gestaltung erweisen soll.

Haben Sie bereits Vorstellungen von Stil und Form?

Sie zeigen uns Beispiele von Designs, die Ihnen gefallen, und beurteilen jene, die wir Ihnen vorlegen.

Wie viel darf der Auftrag kosten und was ist der zeitliche Rahmen?

Sie definieren die organisatorischen und finanziellen Leitplanken. So weit, so einfach. Doch haben wir ein­ gangs die Missverständnisse erwähnt, die das Gestaltungsprojekt verlängern können. Aus diesem Grund gilt unsere besondere Aufmerksamkeit der sechsten Frage – je­ ner nach Ihren Vorstellungen von Stil und Form. Statt uns auf das gesprochene Wort allein abzustützen, arbeiten wir mit Bei­spielen, Bildern und Farbwelten. Darüber zu sprechen, macht uns schnell und zuverlässig deutlich, was Sie mit den von Ihnen gewählten Worten tatsächlich mei­nen. Auf diese Weise sichern wir Ihre Kommunikation ab. Doppelt genäht hält ja bekanntlich besser.

 

Mehr Informationen: André Heller, Telefon 041 268 68 47, andre.heller@hellermeier.ch