SGIM Kampagne «Smarter Medicine» responsive Webdesign

2013 – Farchartikel

Das perfekte Design für alle Fälle

Die Welt hätte so einfach bleiben können: Designer gestalten Printsachen und physische Objekte. Doch dann kam das Internet und es führte mit der Webgestaltung eine neue Disziplin im Schlepptau. Damit nicht genug: Seit einiger Zeit redet die Fachwelt zusätzlich über den Boom des mobilen Internets. Menschen tauchen zunehmend via Smartphones und Tab lets in das World Wide Web ein.

 

Gestaltungen müssen neu flexibel bleiben, damit sie sowohl auf dem Papier als auch auf unterschied­ lichsten Bildschirmen funktionieren. Herrscht deshalb nun das pure Chaos? Aus unserer Sicht scheint die Entwicklung andersherum zu laufen: Die Gestaltung im Web gleicht sich teilweise wieder an einst hoch gelobte Printvorstellungen an: grosszügigere Typografie, erweiterte Schriftenauswahl und kaum mehr Schnickschnack. Was «überall» funktionieren soll, lechzt nach Entschlackung. Das Ergebnis: ein Genuss für Menschen, die Klarheit lieben.

Vom Smartphone her denken

Die neue Einfachheit besteht im Wesent­ lichen darin, dass das sogenannte «Responsive Design» (zu Deutsch etwa «reaktionsfähige Gestaltung») in Raster­ gittern organisiert wird, zum Beispiel in drei Spalten auf der grossen Computer­ ansicht. In ihnen werden Beiträge in Feldern angeordnet. Greift eine Nutzerin dann vom Smartphone auf die Webinhalte zu, so werden die Beiträge – etwas verein­ facht skizziert – automatisch in einer statt drei Spalten angezeigt. Die Tablet­Dar­ stellung als Zwischenformat übernimmt üblicherweise das Design des Telefonbild  schirms in einer leicht ausgebauten Form. Für hellermeier ändert sich unter anderem der Projektansatz. Im Gegensatz zu früher reden wir mit Kunden heute zuerst über die Navigation sowie die entsprechende Struktur. Als Nächstes werden die Inhalte erfasst und erst dann gestalten wir. Der grosse Vorteil: Die visuelle Form bezieht sich auf jeden Fall tatsächlich auf reale Inhalte, während es früher auf einem Briefing basieren konnte, zu dem dann und wann die vereinbarten Texte und Fotos letztlich nicht geliefert wurden. Der Nachteil: Einige Personen fühlen sich durch die neue Herangehensweise verunsichert. Doch die Lösung liegt auf der Hand: Die Kunden, die Programmierer und wir arbeiten enger zusammen und wir führen dieses Team durch den Prozess. So erreichen alle das gemeinsame Ziel frisch und zufrieden.

Checkliste zum flexiblen Design

– Konzipieren Sie Ihren Webauftritt von den Text  und Bildinhalten her.
– Wählen Sie ein einfaches und flexibles Redaktionssystem zur Erfassung Ihrer Seiten und Beiträge.
– Entrümpeln Sie Ihre Ideen für Beiträge und schälen Sie den Kern heraus.
– Verzichten Sie bewusst auf Elemente, die bloss «nett anzuschauen» statt tatsächlich wichtig sind.
– Das Smartphone Design kommt zuerst, dann die grösseren Bildschirme – nicht umgekehrt.

 

Mehr Informationen: André Heller, Telefon 041 268 68 47, andre.heller@hellermeier.ch